Zander - ...was sonst?

auch verrückt nach Zander?

Gezielt auf den Zander, alias „Stachelritter“ angeln!

Das Angeln auf Zander ist für die meisten Angler eines der spannendsten Erlebnisse überhaupt.

 

Der Zander ist ein sehr scheuer, intelligenter, nicht leicht zu überlistender Fisch. Diese Umstände machen den Fisch so interessant für viele Angler.

 

Ausgewachsene Exemplare des Zanders können im Ebro durchaus eine Größe von einem Meter und mehr erreichen.
Die Zanderpopulation im Rio del Ebro ist unglaublich hoch, so dass der Angler kaum zur Ruhe kommt. Im Frühjahr und Herbst sind Tagesfänge von 10-20 Exemplare keine Seltenheit. So könnt Ihr euch richtig beim Spinnfischen verausgaben.
Grosse Exemplare werden oft in der kalten Jahreszeit gefangen und bei Hochwasser suchen Zander die ruhigen Stellen auf. Dennoch kommt es vor, dass man bei strahlendem Sonnenschein einen Zander überlisten kann. Es ist wie bei anderen Zielfischen auch, je häufiger man versucht einen Zander zu fangen, desto größer ist auch die Wahrscheinlichkeit das es klappt.
Besonders erfolgversprechend sind Stellen, an denen sich viele kleine Fische aufhalten

Wie sollte eine Zanderrute beschaffen sein?

Leicht sollte sie sein, um den ganzen Tag ermüdungsfrei fischen zu können.Steif, damit man den Köder richtig beschleunigen und steuern kann. Schnell zu hantieren sollte die Rute sein, so dass jeder Biss sofort mit einem Anhieb quittiert werden kann.
Es sollten relativ kurze Ruten zum Gummifischangeln gewählt werden. Wobei die Rutenlängen unterschiedlich sind, ob vom Ufer (2,50m bis 2,70m Gertenlänge mit 40g Wurfgewicht und eine Rolle mit viel Schnur für weite Würfe) oder vom Boot aus gefischt wird (2,10m bis 2,40m Rutenlänge 30g-70g Wurfgewicht, mit entsprechender Rolle). Die geflochtene Schnur sollte bis 0,20 Millimetern stark sein, für den Fall das ein Wels oder doch ein Karpfen (!) beisst. 
Die Gummifische für die Zander sollten zwischen 8 und 15 Zentimetern sein. Zu gross sollten Sie nicht sein. Kleine Gummifische sind der Schlüssel zum Erfolg. Wählen Sie Gummifische, die wenig bis keine Eigenaktion haben. Das hat mehrere Gründe. Je geringer die Eigenaktion, desto weniger Wasserwiderstand, desto schneller Grundkontakt. Der Köder kann also deutlich leichter bebleit werden, als ein Köder mit viel Eigenaktion.
Der Gummifisch muss in kleinen Sprüngen über den Grund hüpfen. Natürlich gibt es verschiedene Methoden, den Köder so zu präsentieren – hier muss jeder seine eigenen Erfahrungen machen. Manche bevorzugen langsam geführte Köder, andere eher hektisch schwimmende Gummifische.

Das A und O beim Zanderangeln:

Ist, zu erkennen, wann der Gummifisch den Grund erreicht hat. Die erste ist die Sichtkontrolle durch die geflochtene Angelschnur in Signalfarbe (macht auch die Bisse besser sichtbar). Hierbei hat man die Schnur immer im Blick. Auswerfen, straffen, Angelschnur und den Köder absinken lassen.

Wenn er den Grund erreicht hat, sehen wir das deutlich an der Geflochtenen. Die erschlafft oder fällt in sich zusammen. Die zweite Methode ist deutlich anspruchsvoller und erfordert schon etwas mehr Erfahrung. Hierbei legt man den Zeigefinger der Rutenhand während Absinkphase des Gummitieres an die Schnur und merkt so deutlich jeden Zupfer, wenn er den Grund erreicht hat.

Zupfer? Nee, TOCK!

Die meisten "Zupfer" kommen allerdings nicht als solches daher, sondern werden eher als "TOCK" quittiert. Harte Einschläge, die begeistern!


5 gute Gründe für den Gummifisch

 

1. Beweglichkeit & Schnelligkeit, durch das geringe Equipment was benötigt wird, kann der Angelplatz schnell mal gewechselt werden.  

 

2. Flexibilität: Die zumeist zickigen Zander gilt es auszutricksen und die Launen zu erkennen. Sowohl passive als auch aktive Fische lassen sich reizen. Köder können rasch gewechselt werden.

 

3. Blitzkontakt: Wenn der Köder auf den Grund trifft, verrät der Köder etwas über die Tiefe und Struktur. Bei Schlamm sinkt der Bleikopf ein, auf hartem Grund hingegen einen kurzen Schlag in der Schnur.

 

4. Fischschonend: Da ein Biss sofort angeschlagen wird, sitzt der Haken meist vorne im Maul. So können Fische weitgehend unverletzt zurückgesetzt werden.  

 

5. Große Vielfalt: Gummifische gibt es in allen erdenklichen Größen, Formen und Farben. Viel wichtiger als die Farbe oder Form ist, dass Sie dem Köder vertrauen, mit dem Sie fischen. Sollte man beim Spinnfischen mit Gummifischen keinen Erfolg erzielen können, so gelten vor allem Wobbler, Spinner und Blinker als aussichtsreich.

Angeltechniken

Für Einsteiger

…ist die Faulenzer-Methode am einfachsten. Dabei wird die Rute parallel zur Wasseroberfläche gehalten und nur durch ein, zwei schnelle Kurbelumdrehungen eingeholt, fallen gelassen und wieder von vorn.
Die Rute wird dabei nicht angehoben. So bleibt die Schnur die ganze Zeit gestrafft und im Blickfeld.
Es ist halt eine faule Methode…- aber mit hoher Wirksamkeit!
Also, Köder mit einer Umdrehung beschleunigen, danach warten, bis das Zusammenfallen der Schnur das Auftreffen des Köders auf den Grund signalisiert. Wieder eine Kurbelumdrehung, warten, einkurbeln, warten, einkurbeln, warten – so oft wiederholen, bis der Köder wieder neu ausgeworfen werden muss.
Das macht die Faulenzertechnik ideal für Situationen, in denen die Zander passiv am Grund liegen, aber trotzdem gerne mal den Köder verfolgen. Da sie ihn die ganze Zeit beobachten können, werden sie ihn vielleicht doch irgendwann attackieren.  
Voraussetzung ist allerdings, dass man wirklich nur eine sanfte Kurbelumdrehung macht. Das genügt völlig, um den Gummifisch reizvoll tanzen zu lassen.
Eine Kurbeldrehung macht etwa einen Schnureinzug von einem halben Meter aus.
Weniger ist manchmal mehr!

Für erfahrene Angler

…Etwas schwieriger – aber dafür auch sehr fängig – ist es, wenn man den Köder über Rutenbewegungen beschleunigt.

 

Die Rute anheben und beim Absenken die lose Schnur einkurbeln. Jeder Biss muss sofort mit einem harten Anhieb quittiert werden.

Allgemein

Zuviel Umdrehungen sind zu schnell, weit und zu hoch. Ein passiver Zander wird dem wohl kaum nachjagen! 
Reizt den Stachelritter, so dass er von seinem gemütlichen Sofa gerissen wird und nichts anderes mehr will als DIESEN Köder.

 

Wenn man zu lange wartet, spuckt der Zander den Gummifisch wieder aus.
Lieber einmal zu viel als einmal zu wenig anschlagen.
Der Zander macht zu Beginn ordentlich Radau, dies ändert sich jedoch schlagartig sobald der Zander die Wasseroberfläche erreicht hat – dann sollte man nur noch darauf achten, dass die Schnur zu jedem Zeitpunkt unter Spannung steht.
Oft befreit sich der Zander noch, wenn er bereits vor dem Angler ist – denn in diesem Moment hört ihr kurbeln auf – die Spannung der Schnur lässt nach, der Zander bemerkt dies und versucht noch ein letztes Mal zu entkommen.
Im besten Fall liegt der Kescher bereits im Wasser, sodass der Fisch nur noch direkt in den Kescher gezogen werden muss.