Der Big Boss im Ebro

SILURUS GLANIS, Wels oder auch Waller genannt, lebt zurückgezogen und verborgen im Rio del Ebro.

 

Alleine die Dimension der Wasserfläche des Mar de Aragon und kaum vorhandener Befischungsdruck haben im Laufe der Jahre eine gigantische Wallerpopulation entstehen lassen.

 

Sowohl qualitativ als auch quantitativ. Er hält sich gerne im Schlamm und trüben Wasser auf, versunkene Bäume, Wurzelwerke und Höhlen sind seine Behausung. Viele Geschichten und Mythen umgeben den urzeitlich wirkenden Wels. Durch die im Überfluß vorhandenen Futterfische (hauptsächlich Karpfen) ist es zu einer regelrechten Explosion dieser Raubfischen gekommen.


Die Bestände im Ebro sind sensationell

Tendenz steigend! Mal zu mal werden grössere Examplare gefischt

Die verschiedensten Angeltechniken können beim Waller angewendet werden. Fakt ist, dass stabile Ruten und Rollen mit geflochtenen Angelschnüren absolut notwendig sind. Wir angeln überwiegend mit Gummifischen und grossen Wobblern. Das Pelletfischen ist am Ebro beliebt und wird stationär vom Ufer aus betrieben. Die Pellets werden per Grundmontage am „Haar“ angeboten.

 

Die Ausrüstung für das Pellet-Angeln besteht aus kräftigen und bruchfesten Wallerruten mit mindestens 300g Wurfgewicht sowie robuste Stationärrollen. Eine geflochtene Angelschnur mit wenigstens 0,40mm Durchmesser ist zu empfehlen.

 

Um den grössten Süsswasserfisch Europas zu bezwingen, braucht es gutes und zuverlässiges Material, denn nichts ist schlimmer, wenn die Schnur mitten im Drill reißt und der Fisch verloren geht und hierdurch womöglich verendet. Auf Qualitäts-Wirbel und Haken unbedingt geachtet werden. Ihr könnt bei uns entweder das Equipment leihen oder natürlich Euer eigenes Tackle nutzen.

Faszination Waller!

Welse haben eine schuppenlose Haut und sind daher empfindlicher als so manches Schuppentier. Daher verwenden wir immer und ausnahmslos unsere Abhakmatten.

 

 

Die Körperform des Welses ist so typisch, dass Verwechslungen mit anderen europäischen Fischarten ausgeschlossen sind. Der lang gestreckte Schwanzteil mit der Afterflosse ermöglichen den Wels einen starken Antrieb und blitzschnelle Bewegungen. Allerdings kann er sich auch geradezu graziös über dem Gewässerboden schlängeln.

Die Augen sind sehr klein, was aber im schlammigen Untergrund kein Problem darstellt, er würde vermutlich sowieso nichts sehen.

 

Dafür ist aber der Tastsinn sehr stark ausgeprägt. Er besitzt Barteln (zwei lange Bartfäden am Oberkiefer und vier kürzere Barteln am Unterkiefer), die ihm helfen, sich in seiner Umgebung gezielt zurechtzufinden. 

 

Seid unbesorgt, die Köder werden gefunden.

 

Wenn die Wassertemperatur sinkt, sinkt auch die Nahrungsaufnahme des Wallers oder stellt sie sogar ein. Welse lieben warmes Wasser. Die Menge an aufgenommener Nahrung steigt wieder mit der steigenden Wassertemperatur. Im warmen Wasser wachsen die Welse nahezu explosionsartig!

 

Welse können bis zu 80 Jahre alt werden.

 

Welse sind sehr „gesprächig“. Sie knarzen, krächzen, irgendwie knackige Geräusche…ob sie sich dadurch verständigen, wer weiss, naja, aber es muss ja wohl einen Sinn haben.

 

Sie hören zudem sehr gut, lassen wir das mal offen.


Fangzeiten

Im übrigen haben sich zum Wallerfischen die Monate März, April, Juni, August, September und Oktober bewährt.


Einige Infos & Tips zum Waller- Angeln

In den Gewässern des Mar de Aragon und dem Ebro haben wir eine riesige Menge von Welsen (Waller), das ist eine Tatsache. Dies bedeutet nicht, das die Waller direkt in das Boot springen oder an das Ufer schwimmen für ein Bild. Die Fische zu angeln, hängt von vielen Faktoren wie Wassertemperatur, Wasserstand, Köder und Fressaktivität ab.

 

Eines ist sicher, warmes Wetter und ein wenig Wind macht die Waller aktiv. Auch dunkle Nächte zeigen mehr Aktivität auf dem Boden, während helle Nächte mit Vollmondphasen mehr  Aktivität auf der Oberfläche zeigen. Die Wahl des Angelplatzes ist ein wichtiger Schritt und muss mehrere Eigenschaften haben:
1.   Zwischen dem Ufer und dem Angelplatz sollte es keine Hindernisse geben.
2.   In der Nähe von Hindernissen in Form von Steinen, Bäumen halten sich die Fische allerdings gerne auf.
3.   Der Ort sollte in Reichweite des natürlichen Flussbettes sein.
4.   Das Flussbett sollte einen festen Boden haben, so das der Köder nicht im Schlamm  versinken kann.
5.   Achtet auf Anzeichen von Fischen in der Nähe des Angelplatzes.
6.   Wenn Ihr Pellet Angeln betreibt, solltet Ihr zunächst die Pellets klein zerbröseln und anbieten, da Kleinfische den Platz aufsuchen, die Waller werden hierdurch aufmerksam, und jagen die kleinen Fische.
7.   Stellt sicher, dass Eure Ausrüstung bereit für den grössten Fang ist.  
8.   Stellt sicher, dass die verwendeten Gewichte schwer genug sind, um in der Drop-Zone zu bleiben.
9.   Grosse Fische sind kraftvoll, diese sollten mit Technik und nicht nur mit Kraft geangelt werden, wird nur mit Kraft geangelt (also ohne Technik) kann das zum Verlust des Fisches führen.
10. Während Ihr den Waller abhakt, haltet ihn bitte auf der Abhakmatte oder macht die Fotos im Wasser – im Wasser gelingen die schönsten Fotos und der Fisch wird nicht beschädigt.
Wenn Ihr in der Ebro-Lodge angekommen seid, informieren wir Euch gerne über die Fangtechniken und Köder, da diese von Tag zu Tag unterschiedlich sein können.

Achtung: Wallerfischen macht abhängig!

Vom plötzlich nicht mehr wiederkehrenden Dackel...

bis hin zu angeblich tiefen Fleischwunden an den Beinen von Badegästen kann man so ziemlich alles über diesen Räuber lesen.

 

Auf dem Speiseplan stehen auch Krebse, Wirbeltiere wie die  Wasserspitzmaus und Frösche. Ab und zu darf es auch mal eine Ente oder sonstiges Federvieh sein.

 

Oh, und Dackel natürlich! 

Bitte kommt nicht auf die Idee an Euren Dackel einen Drilling zu befestigen…

 

Mit Wallerholz, künstlichen Ködern, Jerkbaits oder Wobblern können die stolzen Waller überlistet werden.
Auch ohne Dackel.